Plot Twist: 2026 wird ziemlich… transparent.
Im Oktober 2025 kündigte der Europäische Datenschutzausschuss (EDPB) an, dass Transparenz- und Informationspflichten gemäß DSGVO das zentrale Thema der koordinierten Durchsetzungsmaßnahmen für 2026 sein werden.
Ein klares Signal: Aufsichtsbehörden werden besonders genau darauf achten, wie Sie den Einsatz von Daten erklären.
Für Unternehmen bedeutet das vor allem eines: Ihre Datenschutz- und Cookie-Richtlinie sollte korrekt, verständlich und leicht auffindbar sein.
Wenn Ihre Richtlinien ein Update brauchen, ist 2026 der richtige Zeitpunkt, es nicht länger aufzuschieben. Werfen wir einen Blick darauf.

Was das Jahr der Transparenz bereithält
Auf seiner Plenarsitzung im Oktober 2025 wählte der EDPB das Thema für seine fünfte koordinierte Durchsetzungsmaßnahme: die Einhaltung der Transparenz- und Informationspflichten der DSGVO.
Der Grundgedanke ist einfach: Die DSGVO gibt Menschen das Recht, über die Erhebung und Verarbeitung ihrer Daten informiert zu werden – insbesondere gemäß Artikel 12, 13 und 14. Dieses „Recht auf Information“ ist ein zentraler Baustein der DSGVO, da es Menschen echte Kontrolle über ihre Daten ermöglicht.
Wenn Sie personenbezogene Daten erheben, müssen Sie klar erklären, dass Sie dies tun, welche Daten betroffen sind, wie Sie sie verwenden und zu welchem Zweck.
Koordinierte Durchsetzung: Was bedeutet das? 1-Der EDPB legt ein Thema fest (für 2026: Transparenz). 2-Nationale Datenschutzbehörden (DPA) entscheiden freiwillig über ihre Teilnahme. 3-Die Behörden führen auf nationaler Ebene Prüfungen oder Untersuchungen nach einem gemeinsamen Ansatz durch. 4-Die Ergebnisse werden zusammengeführt und ausgewertet, um Muster zu erkennen. 5-Falls erforderlich, folgen gezielte Maßnahmen auf nationaler und/oder EU-Ebene. Die Maßnahme wird im Laufe des Jahres 2026 gestartet.
Darauf werden die Behörden besonders achten:
- Artikel 12: verlangt klare und verständliche Sprache. Informationen müssen prägnant, transparent, leicht zugänglich und verständlich sein.
- Artikel 13: regelt, welche Informationen Sie bereitstellen müssen, wenn Sie Daten direkt bei Personen erheben (z. B. Kontaktformulare, Checkout, Newsletter-Anmeldung).
- Artikel 14: regelt, welche Informationen Sie bereitstellen müssen, wenn Sie Daten aus anderen Quellen erhalten (z. B. Lead-Listen, Partner, Datenanreicherung, bestimmte Werbeszenarien).
Warum das für Ihr Unternehmen wichtig ist
Wenn die DSGVO auf Sie zutrifft, müssen Sie die Transparenzanforderungen einhalten.
Die meisten Unternehmen sind vom Fokus des EDPB betroffen, da er immer dann greift, wenn Sie personenbezogene Daten erheben oder nutzen.
Wenn Ihre Website ein Kontaktformular, eine Newsletter-Anmeldung, Kontoregistrierung, Checkout/Zahlungen, Kundensupport-Chat oder Tools wie Analytics und Marketing-Pixel nutzt, verarbeiten Sie höchstwahrscheinlich personenbezogene Daten.
Wenn eine Datenschutzbehörde Ihre Website oder App prüft und Mängel feststellt, kann sie Rückfragen stellen, Änderungen verlangen, bestimmte Verarbeitungen untersagen und in manchen Fällen Bußgelder verhängen.
Was sind DPAs? Kurz erklärt: Datenschutzbehörden (Data Protection Authorities) sind die nationalen Aufsichtsbehörden, die Datenschutzgesetze in jedem EU-/EWR-Land durchsetzen.
Über die rechtlichen Pflichten hinaus ist Transparenz mehr als nur eine Formalität – sie ist ein echter Wettbewerbsvorteil.
Wenn Menschen verstehen, was Sie tun, sind sie weniger misstrauisch. Sie melden sich eher an, kaufen häufiger und bleiben länger.
Sie vertrauen Ihnen eher ihre Daten an. Bessere Daten führen zu besseren Kampagnen und höheren Umsätzen.
Transparenz kann Conversion und Kundenbindung tatsächlich verbessern, da sie Reibung und Unsicherheiten reduziert.
Optimieren Sie Ihre Datenschutz- und Cookie-Richtlinie
Für die meisten Unternehmen bedeutet das in der Praxis: eine Datenschutz- und Cookie-Richtlinie.
Diese Elemente sollten enthalten sein:
- Wer Sie sind: Firmenname, Kontaktdaten
- Welche Daten Sie erheben und wie: z. B. Name, E-Mail, Rechnungsdaten, IP-Adresse, Geräteinformationen, Bestellhistorie + Herkunft der Daten
- Zwecke der Verarbeitung: Servicebereitstellung, Zahlungen, Support, Analyse, Marketing
- Rechtsgrundlage: Einwilligung, Vertrag, gesetzliche Pflicht, berechtigtes Interesse
- Datenempfänger: Drittanbieter, Dienstleister, Hosting oder Zahlungsanbieter
- Internationale Datenübermittlungen
- Speicherdauer
- Rechte der Betroffenen
- Updates
🔎 Sehen Sie sich unsere DSGVO-Datenschutzerklärung-Vorlage an!
Wie iubenda Sie bei den Anforderungen für 2026 unterstützt
Wie Giulia Stancampiano, Director of Legal bei iubenda, erklärt:
„Indem sich der EDPB 2026 auf Informationspflichten konzentriert, hebt er etwas Einfaches hervor, das oft übersehen wird: Datenschutz beginnt mit klarer Kommunikation.“
Hier kommt iubenda ins Spiel: Wir helfen KMU, Transparenz und digitale Compliance einfach zu managen.
Unsere Tools enthalten vorgefertigte Klauseln, werden automatisch aktualisiert und lassen sich leicht integrieren.
Erfahren Sie mehr über unseren Generator für Datenschutz- und Cookie-Richtlinien.