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Cookies und die DSGVO: Was ist wirklich notwendig?

Update für Mai 2020 : Das „European Data Protection Board“ (EDPB) hat seine Richtlinien speziell in Bezug auf die empfohlenen Verfahren zur Einwilligung aktualisiert. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte über das Update.


Beim Thema Datenschutzrecht- und Gesetzgebung fallen einem schnell Cookie-Richtlinien ein. Schließlich stehen sie in direktem Zusammenhang mit beiden Themen. Dies führt häufig zu dem weitverbreiteten Missverständnis, dass die Cookie-Richtlinie (ePrivacy-Richtlinie) durch die allgemeine Datenschutzverordnung (DSGVO) aufgehoben wurde, was jedoch in Wirklichkeit nicht der Fall ist. Betrachten Sie stattdessen die ePrivacy-Richtlinie (Cookie-Richtlinie) und die DSGVO als zusammenwirkend und sich gegenseitig ergänzend.

KURZFASSUNG
  • Die ePrivacy-Richtlinie wurde durch die DSGVO nicht aufgehoben und gilt weiterhin.
  • Sie verlangt eine Einwilligung des Nutzers, bevor Cookies auf dessen Gerät gespeichert und/oder verfolgt werden.
  • Zwar schreibt die sogenannte Cookie-Richtlinie nicht ausdrücklich vor, dass Aufzeichnungen über die Einwilligung aufbewahrt werden müssen, sondern lediglich ein Nachweis existieren muss. Allerdings haben viele Datenschutzbehörden in der EU ihre Cookie-Regeln an die Anforderungen der DSGVO angepasst. Demnach müssen Sie abhängig, von dem für Sie relevanten Land, möglicherweise Aufzeichnungen über Einwilligung (entsprechend den Anforderungen der DSGVO) zu Cookies aufbewahren.
  • Die Cookie-Richtlinien verlangen nicht, dass Sie Cookies von Dritten individuell auflisten, sondern nur, dass Sie deren Kategorie und Zweck angeben..
  • Obwohl das Cookie-Gesetz nicht vorschreibt, dass Sie die Einwilligung für Cookies von Dritten direkt auf Ihrer Website/App verwalten müssen, sind Sie verpflichtet, Nutzer über die Verwendung von Cookies von Dritten, den Zweck der Cookies, und einen Link zu den entsprechenden Datenschutzerklärungen/Cookie-Richtlinien dieser Drittanbieter zu informieren.

Die ePrivacy-Richtlinie (Cookie-Richtlinie) 2002/58/EC wurde eingeführt, um Anforderungen und Erwartungen für den elektronischen Datenschutz, einschließlich E-Mail-Marketing und Cookie-Nutzung, festzulegen. Diese gelten auch heute noch. Wie oben erwähnt, können Sie sich vorstellen, dass die ePrivacy-Richtlinie derzeit in gewisser Weise die DSGVO „ergänzt“, anstatt durch sie aufgehoben zu werden.

Im Allgemeinen legen diese Vereinbarungen bestimmte, definierte Ziele und Richtlinien fest, wobei es den Mitgliedsstaaten freigestellt ist, wie sie diese Richtlinien in nationales Recht umsetzen. Vorschriften hingegen sind, ab dem Zeitpunkt ihrer Inkraftsetzung, in allen Mitgliedstaaten rechtsbindend und werden, gemäß den unionsweit festgelegten Regeln, durchgesetzt.

Davon abgesehen wird die ePrivacy-Richtlinie (Cookie-Richtlinie) in der Tat bald durch die ePrivacy-Richtlinie (Cookie-Richtlinie) aufgehoben werden. Es wird erwartet, dass diese in naher Zukunft fertiggestellt wird und zusammen mit der DSGVO die Anforderungen für die Verwendung von Cookies, elektronische Kommunikation und den damit verbundenen Daten-/Privatsphärenschutz regelt. Da diese noch immer heftig diskutiert wird, ist noch unklar, ob die Verordnung ähnlich aufgebaut wird wie die Richtlinie.

Die Cookie-Richtlinie erfordert eine Einwilligung des Nutzers, bevor Cookies auf dem Gerät des Nutzers gespeichert und/oder verfolgt werden.

Wenn also Ihre Website/App (oder ein von Ihrer Website/App genutzter Drittanbieterdienst) Cookies verwendet, müssen Sie die Nutzer über Ihre Datenerfassungsaktivitäten informieren und ihnen die Möglichkeit geben, zu entscheiden diese zuzulassen oder nicht; Sie müssen vor der Installation der Cookies eine Einwilligung einholen.

In der praktischen Anwendung müssen Sie beim ersten Besuch des Nutzers ein Cookie-Banner einblenden, die Cookie-Richtlinie integrieren und dem Nutzer die Möglichkeit geben, eine Einwilligung abzugeben – es sei denn, Ihre Website verwendet ausschließlich technisch notwendige, nicht einwilligungspflichtige Cookies (was höchst unwahrscheinlich ist). Vor der Einwilligung können keine Cookies installiert werden – mit Ausnahme von technisch notwendigen, nicht einwilligungspflichtigen Cookies.

Cookie-Banner beim ersten Besuch des Nutzers einblenden

Die Cookie-Benachrichtigung muss:

  • den Zweck der Installation von Cookies, welche die Website verwendet, kurz erläutern;
  • eindeutig darlegen, welche Handlung eine Einwilligung bedeutet;
  • hinreichend sichtbar sein, um sie erkennbar zu machen;
  • einen Link (zu den Cookie-Richtlinien) enthalten oder Einzelheiten über den Zweck der Cookies, ihre Verwendung und Aktivitäten Dritter zur Verfügung stellen.

Anwendung der Cookie-Richtlinien

Die Cookie-Richtlinien müssen:

  • den jeweiligen Typ der installierten Cookies angeben (z. B. Statistik, Werbung usw.);
  • den Zweck der Installation von Cookies im Detail beschreiben;
  • alle betroffenen Dritte angeben, die Cookies installieren oder installieren könnten, mit einem Link zu ihren jeweiligen Richtlinien und allen Opt-out-Formularen (falls verfügbar);
  • in allen Sprachen verfügbar sein, in denen der Dienst angeboten wird.

Blockieren von Cookies vor der Einwilligung

In Übereinstimmung mit den allgemeinen Grundsätzen der Datenschutzgesetzgebung, die eine Verarbeitung vor der Einwilligung verhindern, erlauben die Cookie-Richtlinien die Installation von Cookies nicht, bevor die Zustimmung des Nutzers eingeholt wurde. In der Praxis bedeutet dies, dass Sie möglicherweise eine Form der Skript-Blockierung vor der Einwilligung des Nutzers anwenden müssen.

Eine Einwilligung zur Verwendung von Cookies

Eine Einwilligung zur Verwendung von Cookies erfordert eine ausdrückliche Mitteilung und kann durch eine klare Zustimmungs-Aktion (Opt-in) erfolgen. Wenn Sie Mechanismen wie z. B. Kontrollkästchen verwenden, dürfen diese daher nicht vorab markiert werden.

Im „Working Party“ –Dokument über die ePrivacy-Richtlinie wird Folgendes festgelegt:

Um sicherzustellen, dass ein Einwilligungs-Mechanismus für Cookies die Bedingungen in jedem Mitgliedstaat erfüllt, sollte dieser Einwilligungs-Mechanismus alle wesentlichen Kriterien beinhalten: spezifische Informationen, vorherige Zustimmung, Angabe der durch das aktive Verhalten des Nutzers geäußerten Wünsche und Entscheidungsfreiheit.

Abhängig von den örtlichen Behörden können weiter Surfen, Klickverhalten, Scrollen der Seite oder Methoden umfassen, die ein aktives Vorgehen des Nutzers erfordert; die Wahl liegt in Ihrem Ermessen. Einige Website-/App-Eigentümer bevorzugen möglicherweise eine Click-to-Consent-Methode gegenüber Scrolling/weiter Surfen, da Ersteres mit geringerer Wahrscheinlichkeit durch Benutzerfehler durchgeführt wird.

Zu den aktiven Verhaltensweisen kann das weiter Surfen, Klicken, Scrollen der Seite oder eine Methode gehören, die ein aktives Vorgehen des Nutzers erfordert:

An dieser Stelle wollen wir darauf hinweisen, dass die italienische Datenschutzbehörde (die Garante Privacy) ausdrücklich (auf English) „das Ausführen einer Scrolling-Aktion” und „das Klicken auf einen der internen Seitenlinks“ als gültige Hinweise auf eine Einwilligung anerkennt. Da es sich bei der ePrivacy-Richtlinie (Cookie-Richtlinie) tatsächlich um eine Richtlinie handelt, hängt die Erfüllung der Anforderungen stark vom Recht der einzelnen Mitgliedstaaten ab. Man sollte jedoch anmerken, dass die italienische Datenschutzbehörde explizit darauf hinweist, dass die Empfehlungen vor Inkrafttreten der DSGVO erstellt wurden und dass diese Tatsache bei einer diesbezüglichen Entscheidung ebenfalls berücksichtigt werden sollte. Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels verbietet z.B. die spanische Datenschutzbehörde ebenfalls nicht ausdrücklich die Einwilligung durch das Scrollen. Da wir nicht in der Lage sind, festzustellen, welcher spezifische Sachverhalt auf Ihren konkreten Fall zutrifft, geben wir Ihnen die Möglichkeit, die “Scrollen zur Einwilligung”-Funktion der Cookie Solution je nach Bedarf zu aktiveren.

WICHTIG

Das European Data Protection Board (EDPB) hat seine Richtlinien zur Einwilligung aktualisiert:  Guidelines 05/2020 on consent under Regulation 2016/679 (auf Englisch). Diese Aktualisierung ist insofern von Bedeutung, als dass sie jegliche Zweideutigkeit, der offiziellen Haltung, in Bezug auf verschiedene Aspekte der Cookie-Verwendung beseitigen soll. Am bedeutendsten ist vielleicht die Tatsache, Cookie Walls dass in diesen neuesten Richtlinien klar festgelegt ist, dass Cookie-Walls verboten sind und dass der EDPB die Einwilligung durch Scrollen oder weiter Surfen für ungültig erachtet .  Um mehr darüber zu erfahren, welche EU-Cookie-Einwilligungsregeln für die einzelnen Länder gelten, lesen Sie unser Cheatsheet zur Cookie-Einwilligung hier (auf Englisch).

In diesem Zusammenhang stehen diese jüngsten Regelungen im Widerspruch zu einigen lokalen Gesetzen der Mitgliedstaaten, insbesondere zu denen Italiens und Spaniens. Daher ist es in solchen Fällen schwierig, mit Sicherheit zu sagen, inwieweit die neuesten Regelungen Anwendung finden oder durchgesetzt werden, da es letztlich der lokalen Datenschutzbehörde obliegt, darüber zu entscheiden. 

In Bezug auf die Verweigerung der Einwilligung oder das Opting-out nach Erteilung der Einwilligung, sieht das geltende Recht vor, dass Nutzern „die Möglichkeit“ gegeben werden muss, ihre Einwilligung zu verweigern oder zurückzuziehen. Das Dokument der „Working Party“ erläutert diesen Punkt weiter, indem es besagt, dass Sie bei einem Widerruf oder der Verweigerung der Einwilligung Folgendes angeben müssen:

  • Angaben darüber, wie Nutzer ihre Einwilligung zurückziehen können und welche Maßnahmen dazu erforderlich sind;
  • ein Verfahren, mithilfe dessen der Nutzer wählen kann, ob er Cookies akzeptieren oder ablehnen will.

Dieses Verfahren oder dieser Mechanismus muss nicht unbedingt direkt von Ihnen bereitgestellt werden. In einigen Fällen werden Browser-Einstellungen (auf Englisch), nach dem Recht der Mitgliedsstaaten, als ein akzeptables Mittel zur Rücknahme von Einwilligung angesehen.

Die einzelnen Verfahren zur Einwilligung, die als gültig angesehen werden, können je nach Mitgliedstaat unterschiedlich sein.

Auflisten von Drittanbieter-Cookies

Im Allgemeinen verlangen die Vorschriften nicht ausdrücklich, dass Sie einzelne Drittanbieter-Cookies auflisten und benennen. Sie sind jedoch verpflichtet, deren Kategorien und Zweck klar anzugeben.

Es ist wahrscheinlich eine bewusste Entscheidung der Behörde gewesen, da eine solche Vorschrift bedeuten würde, dass die einzelnen Website-/App-Eigentümer die Last der ständigen Überwachung jedes einzelnen Cookies von Dritten tragen und nach Änderungen Ausschau halten müssten. Dies wäre weitgehend unvernünftig, ineffizient und wahrscheinlich nicht hilfreich für die Nutzer.

Zur weiteren Erläuterung dieses Punktes haben wir hier einen Auszug des Cookie-Guide der ICO (aus dem Englischen übersetzt).

Es wäre eine Option, umfangreiche Listen aller implementierten Cookies zur Verfügung zu stellen. Jedoch ist für die meisten Nutzer eine umfassendere Erklärung der Funktionsweise von Cookies und der verwendeten Kategorien von Cookies nützlicher. Eine Beschreibung der Verwendungszwecke von analytischen Cookies auf der Website wird den Anforderungen eher gerecht, als eine einfache Auflistung aller von Ihnen verwendeten Cookies, mit grundlegenden Hinweisen auf ihre Funktion.

Die italienische Datenschutzbehörde (Garante Privacy) führt diesen Gedanken sogar noch weiter aus und erklärt ausdrücklich (aus dem Englischen übersetzt):

Es gibt mehrere Gründe, warum es unmöglich erscheint, von einem Anbieter zu verlangen, Informationen und Einwilligung für die Installation von Cookies auf seiner eigenen Website auch im Hinblick auf die von „Dritten“ installierten Cookies zu verlangen.

Dies ist eine anspruchsvolle Aufgabe, denn ein Anbieter hat oft weder direkte Kontakte zu sämtlichen Dritten, die über seine Website Cookies installieren, noch erkennt er jede Verarbeitung der Daten. Darüber hinaus ist es nicht selten der Fall, dass Lizenzinhaber zwischen Anbieter und Dritte treten. Den Überblick, über sämtliche Aktivitäten aller Beteiligten, zu behalten gestaltet sich deswegen für den Anbieter als sehr schwierig. Zum anderen könnten die Cookies Dritter im Laufe der Zeit von diesen verändert werden, und es würde sich als problematisch erweisen, von den Anbietern zu verlangen, auch spätere Änderungen zu verfolgen.

Es ist nicht selten der Fall, dass Nutzer zwischen einen Anbieter und die genannten Dritten treten, was es für den Anbieter letztlich sehr schwierig macht, den Überblick über die Aktivitäten aller Beteiligten zu behalten.

Zusätzlich, könnten die Cookies von Dritten mit der Zeit geändert werden, und es würde sich als ziemlich unpraktisch erweisen, von den Verlagen zu verlangen, auch diese nachträglichen Änderungen im Auge zu behalten.

Außerdem sollte man bedenken, dass Anbieter – eine Kategorie, die natürliche Personen und KMUs umfasst – in diesem Zusammenhang oft die „schwächere“ Partei sind. Umgekehrt sind Dritte in der Regel große Unternehmen von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung, die in der Regel mit mehreren Anbietern zusammenarbeiten, so dass ein Anbieter oft mit einer beträchtlichen Anzahl von Dritten zu tun haben kann.

Aus den oben genannten Gründen ist die DPA der Meinung, dass von den Anbietern nicht verlangt werden darf, auf der Homepage ihrer Websites auch Hinweise von Cookies, die von Dritten installiert wurden, aufzunehmen.

„Freiwillige“ Einwilligung

Das Gesetz schreibt vor, dass die erhaltene Einwilligung vom Nutzer freiwillig erfolgen muss, damit sie als gültig betrachtet werden kann. Die Verwendung von Zwangsmethoden zur Erlangung der Einwilligung zur Ungültigkeit der eingeholten Einwilligung führen.

Das Gesetz macht einige Zugeständnisse (in angemessenem Rahmen) in Fällen, in denen die tatsächliche Fähigkeit, bestimmte Dienste auf der Website bereitzustellen, direkt von der Einwilligung oder deren Fehlen betroffen ist.

Das „Working Party” –Dokument besagt (aus dem Englischen übersetzt):

Websites sollten den „allgemeinen Zugang“ zur Seite nicht von der Annahme aller Cookies abhängig machen, sondern können nur bestimmte Inhalte einschränken, im Falle das der Nutzer keine Einwilligung zu Cookies abgegeben hat.

Während also bestimmte Inhalte (innerhalb legitimer Gründe) auf der Grundlage von Cookie-Präferenzen eingeschränkt werden können, darf die Möglichkeit der Nutzer, generell auf Ihre Website zuzugreifen, nicht erzwungen oder von ihrer Einwilligung abhängig gemacht werden.

Ausnahmen der Einwilligung

Einige Cookies sind von der Einwilligung ausgenommen und unterliegen daher nicht der vorherigen Blockierung (obwohl Sie weiterhin verpflichtet sind, Nutzer über Ihre Verwendung von Cookies zu informieren – siehe dem Warnfeld unten). Diese Ausnahmen sind folgende:

  • Technisch notwendige, nicht einwilligungspflichtige Cookies sind für die Bereitstellung des Dienstes unbedingt erforderlich. Dazu gehören Einstellungscookies, Sitzungscookies, Ladeverteilung usw.
  • Statistische Cookies, die direkt von Ihnen (nicht von Dritten) verwaltet werden, sofern die Daten nicht für die Profilerstellung verwendet werden ¹
  • Anonymisierte statistische Drittanbieter-Cookies (z. B. Google Analytics) ²

¹Diese Ausnahme ist möglicherweise für viele Regionen nicht anwendbar und unterliegt daher spezifischen lokalen Vorschriften. Beispielsweise ist laut den ICO-Regelungen Großbritanniens dies nicht zulässig, während die französische Behörde verlangen, dass der Analysesoftware-Anbieter als Auftragsverarbeiter benannt wird, damit diese Cookies ausgenommen werden können.

²Diese Ausnahme gilt vor allem für Italien, möglicherweise gilt sie nicht für alle Regionen und unterliegt daher spezifischen lokalen Vorschriften.

ACHTUNG

Die Ausnahme der Einwilligung betrifft nur eindeutige technische Cookies ohne Tracking, die für die Nutzung von Diensten, welche vom Nutzer ausdrücklich gewünscht wurden, unbedingt erforderlich sind.
Ein typisches Beispiel hierfür wäre eine E-Commerce-Website, die es Nutzern ermöglicht, Artikel in ihrem Einkaufswagen zu „speichern“, während sie die Website nutzen oder für die Dauer einer Sitzung. In diesem Szenario sind die spezifischen technischen Cookies, sowohl für das Funktionieren des Einkaufsdienstes notwendig als auch vom Nutzer ausdrücklich gewünscht, sobald er angibt, dass er den Artikel in den Warenkorb legen möchte. Beachten Sie jedoch, dass diese sitzungsbasierten, technisch notwendigen, nicht einwilligungspflichtigen Cookies keine Tracking-Cookies sind.

Andere Beispiele für diese technischen Cookies wären nutzerorientierte und sitzungsbasierte Cookies, die zur Erkennung von Authentifizierungsmissbräuchen verwendet werden, oder Sitzungs-Cookies mit Lastausgleich und Multimedia-Player-Sitzungs-Cookies, die sich auf die Bereitstellung der vom Nutzer angeforderten Dienste beziehen und für diese notwendig sind.

Bedeutet dies, dass Sie in solchen Fällen kein Cookie-Banner benötigen?

Zunächst einmal ist es wichtig, zu verstehen, dass Sie selbst dann, wenn diese Ausnahme von der Einwilligung gilt, den Nutzer über Ihre Verwendung von Cookies mittels einer Cookie-Richtlinie (Dokument) informieren müssen. In dem spezifischen Fall, dass die Cookie-Richtlinie leicht zugänglich und von jeder Seite der Website aus sichtbar ist, ist der Banner nicht zwingend erforderlich.

Nachweise vs. Verzeichnisse der Einwilligung

Während die Cookie-Gesetzgenung besagt, dass der Nachweis der Einwilligung und nicht die Verzeichnisse über die Einwilligung aufbewahrt werden müssen, verlangen viele EU-Mitgliedsstaaten nun, dass die Verzeichnisse über die Einwilligung in Übereinstimmung mit der DSGVO aufbewahrt werden müssen. Das folgende Beispiel erklärt das Konzept des Nachweises:

Stellen Sie sich vor, dass Cookies die Fähigkeit besitzen würden, in einem Raum herumzulaufen, die Cookie-Verwaltungslösung die Tür sei und die Einwilligung das Drehen des Türgriffs entsprechen würde; Sie können nur durch die Tür in den Raum eintreten, wenn der Türgriff gedreht wird (Akt der Einwilligung). Wenn Sie in diesem Beispiel den Raum betreten haben, kann dies nur geschehen, weil der Türgriff gedreht wurde, und daher ist Ihre Anwesenheit im Raum ein ausreichender Beweis für diese Tatsache.

Die Richtlinien nennen zwar nicht ausdrücklich, dass die tatsächliche Aufzeichnung der erlangten Einwilligung in dem Dokument erwähnt werden muss, einige Mitgliedstaaten können dies jedoch verlangen. Italien, zum Beispiel, verpflichtet dies (aus dem Englischen übersetzt):

Der Anbieter muss stets die Einwilligung des Nutzers aufbewahren. Zu diesem Zweck könnte auf ein technisches Ad-hoc-Cookie zurückgegriffen werden… Diese Möglichkeit der „Dokumentation“ von Nutzereinstellungen ermöglicht es dem Anbieter, den Hinweis bei späteren Besuchen des Nutzers auf der Website nicht mehr anzuzeigen.

Dies bedeutet, dass die Verwendung eines technischen Cookies auf diese Weise (wie zitiert) ausreicht und die Anforderung des Staates, die erworbene Einwilligung „aufbewahrt“, als erfüllt angesehen werden kann.

Es ist wichtig zu beachten, dass einige EU-Datenschutzbehörden mittlerweile vorschreiben, dass Verzeichnisse über Einwilligungen – und nicht nur Beweise – aufbewahrt werden müssen. Wenn dies auf Ihre konkrete Situation zutrifft, müssen Sie gültige Verzeichnisse über die Einwilligung aufbewahren.

Wie iubenda Ihnen bei der Cookie-Einwilligung helfen kann

Unsere umfassende Cookie-Verwaltungslösung vereinfacht die Einhaltung der Bestimmungen der europäischen Cookie-Richtlinie (Gesetz). Als eine IAB verifizierte Consent Management Platform (CMP) ermöglicht Ihnen unsere Cookie Solution, die branchenübliche Standards zu erfüllen und Einwilligungen konform an Werbetreibende weiterzugeben.

Dies erlaubt es Ihnen:

  • Nutzer auf einfache Weise über Cookie-Banner und eine eigens dafür eingerichtete Seite für Ihre Cookie-Richtlinie zu informieren (die automatisch mit Ihrer Datenschutzerklärung verknüpft ist und alles Notwendige zur Einhaltung der ePrivacy-Richtlinie enthält);
  • Einwilligungen für Cookies zu erfassen und zu speichern;
  • detaillierte Listung aller Einwilligungen;
  • präventive Blockierung von Werbeskripte vor der Einwilligung;
  • den IAB’s TCF mit einem einzigen Klick anwenden;
  • Verzeichnisse der Einwilligung durch Integration mit unserer Consent Solution (Integration auf Anfrage erhältlich).

Unsere Cookie Solution informiert den Nutzer angemessen über:

  • potenzielle Cookies, ihren Zweck und wie sie verwendet werden;
  • Drittanbieter-Cookies, ihren Zweck und Verwendung (mit direkten Links zu den entsprechenden Drittanbieter-Dokumenten);
  • die (unterschiedlichen) Optionen in Bezug auf Opting-in/Einwilligung und Opting-out/Entzug der Zustimmung;
  • welche Handlungen eine Einwilligung bedeuten;
  • wie sie ihre Cookie-Präferenzen verwalten können.

Unsere Cookie Solution ermöglicht die Einholung einer aktiven Einwilligung über:

  • weiter Surfen;
  • Scrolling;
  • spezifische Klick-Aktion.

Weitere Optionen:

  • Wählen Sie zwischen „mit vorheriger Einwilligung“ (Skript-Blockierung vor der Einwilligung des Nutzers und Reaktivierung nach der Einwilligung) oder „ohne vorherige Einwilligung“ (keine vorherige Skript-Blockierung); Die Verwendung der Option „mit vorheriger Einwilligung“ stellt sicher, dass der Nutzer, bevor dieser seine Einwilligung abgibt, die Cookie-Richtlinie öffnen und sich von jedem der Tracking-Skripte abmelden kann, indem er die von jeder dritten Partei bereitgestellten Abmeldungs-Tools verwendet. Denken Sie daran, dass die Blockierung von Skripten vor der Einwilligung in einigen Regionen, einschließlich der EU, erforderlich ist.
  • Fügen Sie explizite „Akzeptieren“ – und „Ablehnen“-Buttons hinzu, wie es in einigen Mitgliedsstaaten gesetzlich vorgeschrieben ist.
  • Passen Sie die Position und das Aussehen Ihres Cookie-Hinweises an, z.B. durch Änderung der Bannerfarben, um diesen an Ihre Website anzupassen, wie z. B. durch Anbringen Ihres Logos und durch individuelles Branding.
  • Verfolgen und speichern Sie die Einwilligungen für jeden Nutzer bis zu 12 Monate nach dem letzten Besuch der Website (wie gesetzlich vorgeschrieben).
  • Einfaches Integrieren in Ihre Website: Sie haben die Wahl zwischen dem direkten Einfügen des Integrationscodes in den Header Ihrer Website oder der Verwendung eines Plug-ins (derzeit stehen Plug-ins für WordPress, Joomla!, PrestaShop und Magento zur Verfügung).

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